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Expatriate

Ein Expatriate ist eine Fachkraft/Führungskraft, die von ihrem international agierenden Arbeitgeber für befristete Zeit ins Ausland in eine Zweigstelle oder Tochtergesellschaft des Unternehmens geschickt wird. Zumeist beschränkt sich der Aufenthalt auf 1 bis 3 Jahre, wobei in den letzten Jahren der Auslandsaufenthalt manchmal auch als Start für einen Neubeginn in einem anderen Land genutzt wurde. Obwohl die vakanten Posten auch von gut qualifizierten Einheimischen vor Ort besetzt werden können, entscheiden sich Unternehmen vor allem dann für Expatriates (kurz Expats), wenn die Anbindung an die Muttergesellschaft eine große Rolle spielt. Nachteile sind die häufig höheren Kosten und die manchmal mühevolle Integration des Mitarbeiters vor Ort.

Häufig wird unter dem Begriff Expatriation verstanden, dass eine qualifizierte Führungskraft aus dem Westen in einem weniger entwickelten Land eingesetzt wird. Diese Assoziation greift zu kurz und berücksichtig nicht, dass auch Menschen afrikanischer, ost-europäischer oder asiatischer Herkunft bestens qualifiziert sind und in hoch entwickelte Industrienationen versandt werden.

Inzwischen bezeichnet man als Expatriates auch Handwerker, Selbständige oder Akademiker, also alle Menschen, die eigenständig einen Job in einem anderen Land suchen und annehmen. Dies ist – je nach Zielland – mehr oder weniger aufwendig und teuer, sollte daher also gut überlegt und organisiert sein. Geschieht der Jobwechsel firmenintern, muss sich der Expatriate im Grunde um nichts kümmern, da der Arbeitgeber in der Regel die Bürokratie und den Umzug regelt und bezahlt. Für die Eingewöhnung vor Ort gibt es Relocation Agenturen, deren Dienste in Anspruch genommen werden können. Aber auch Expatriate Netzwerke (z. B. www.netexpat.com, www.internations.org) helfen Expats mit Stammtischen, Städtetipps, weiterführenden Informationen (Autokauf, Kinderbetreuung, Steuern, Immobilien etc.) und Fellow-Vernetzung sich einzugewöhnen und sich zu integrieren.

Arbeitnehmer, die als Expatriate infrage kommen, sollten offen, kompromissbereit und lernwillig sein, da es im Zielland auch in der Arbeitswelt gilt, sich an die Gepflogenheiten des Landes anzupassen. Ob man sich für ein derartiges Unterfangen eignet, lässt sich im Vorfeld mit der Personalabteilung besprechen und testen. Aber auch ein spezialisierter Karriereberater kann Expats und deren Lebenspartner/Familie bei der Vorbereitung sowie bei der Integration in das neue Land helfen.

Laut focus money ist bei Expatriation der Gewinn für Mitarbeiter und Unternehmen gegeben, da »[...] ein erfolgreicher, motivierter Mitarbeiter mit zusätzlichen Erfahrungen ins Mutterunternehmen zurückkehrt.« (Dorte Huneke, 2008, www.focus.de)

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